Sicherlich, die Negativbeispiele sind Extrembeispiele, von denen sich die meisten Leuchten in unserer  Stadt doch erheblich im positiven Sinne unterscheiden. Doch das Design „Jessicas“ erscheint ebenfalls  unbefriedigend und somit auch die zu erwartende Monotonie und Abwechslungsarmut  auf den Straßen.   Was spräche außerdem eigentlich dagegen, von Kiez zu Kiez oder Stadtteil zu Stadtteil unterschiedliche  Laternentypen aufzustellen? Was wäre daran verkehrt, wenn man anhand der Straßenlaternen erkennen  könnte, in welchem Bezirk man sich befindet und wo genau die Grenze verläuft? Dem  Abwechslungsreichtum im Straßenbild wäre eine solche Leuchtenvielfalt sicherlich zuträglich.   Leider erfolgt die Auswahl der Laternenmodelle zumeist (und zunehmend) nach ökonomischen und nur  selten nach ästhetischen oder praktischen Überlegungen. Ein Umdenken wäre hier wünschenswert.  Aufgrund der großen Stückzahl, die das Land Berlin den betroffenen Firmen hier abnehmen wird,  erscheinen Verhandlungen hinsichtlich Rabatt und Kostensenkung  als durchaus aussichtsreich. Vielleicht  ist man in den Behörden ja noch gar nicht auf die Idee gekommen. Noch wäre es für eine Korrektur Zeit,  denn die Umrüstung ist noch lange nicht abgeschlossen. Falls aber die bestehenden Planungen realisiert  werden, wird uns „Jessica“ im ganzen Westteil der Stadt auf Jahrzehnte bis zum Überdruss verfolgen.      Markus Seebass im August 2013     
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